US-Behörde warnt vor KI-Apps zur Entkleidung von Personen

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US-Behörde warnt vor KI-Apps zur Entkleidung von Personen

Die US-Wettbewerbsbehörde FTC mahnt zwölf Unternehmen wegen KI-Apps ab, die ohne Zustimmung Kleidung digital entfernen. Ein wichtiger Schritt gegen nicht einvernehmliche Deepfakes, der auch in Deutschland Wellen schlägt.

Die US-amerikanische Handelsbehörde FTC (Federal Trade Commission) hat zwölf Unternehmen abgemahnt, die sogenannte „Nudify“-KI-Plattformen betreiben. Diese Apps nutzen künstliche Intelligenz, um auf Fotos Kleidung digital zu entfernen – ohne Einwilligung der abgebildeten Personen. Das ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen nicht einvernehmliche Deepfakes. Auch in Deutschland wird das Thema immer relevanter, denn die Technologie verbreitet sich rasant. ### Was genau sind Nudify-Apps? Diese Apps verwenden KI-Modelle, die auf tausenden Bildern trainiert wurden. Sie generieren aus einem normalen Foto eine täuschend echte Nacktdarstellung. Das Problem: Die Opfer haben dem nie zugestimmt. - Die Bilder werden oft ohne Wissen der Betroffenen erstellt - Sie werden im Internet geteilt, was zu massiven psychischen Schäden führt - Besonders Frauen und Mädchen sind betroffen ![Visuelle Darstellung von US-Behörde warnt vor KI-Apps zur Entkleidung von Personen](https://ppiumdjsoymgaodrkgga.supabase.co/storage/v1/object/public/etsygeeks-blog-images/domainblog-06656e7a-2ee5-4ad5-a7d3-59e0afeb2515-inline-1-1780063295430.webp) ### Die FTC-Mahnung im Detail Die FTC hat klargestellt, dass solche Praktiken gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen. Die betroffenen Unternehmen müssen nun nachweisen, dass sie ihre Dienste rechtskonform betreiben. > „Es ist illegal, KI-Tools zu vermarkten, die Menschen ohne deren Zustimmung entkleiden“, so ein FTC-Sprecher. Die Behörde fordert transparente Datenschutzerklärungen und die sofortige Einstellung irreführender Werbung. Wer sich nicht daran hält, riskiert hohe Geldstrafen – in den USA bis zu mehreren Millionen Euro (umgerechnet). ### Auswirkungen auf Deutschland Auch hierzulande sind solche Apps leider verbreitet. Nach deutschem Recht können Betroffene zivilrechtlich vorgehen. Die Strafen reichen von Schadensersatz bis zu Freiheitsstrafen. - Das Kunsturhebergesetz schützt das Recht am eigenen Bild - Die DSGVO verbietet die Verarbeitung sensibler Daten ohne Einwilligung - Der § 201a StGB stellt heimliche Aufnahmen unter Strafe ### Was können Betroffene tun? Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, Opfer einer solchen App geworden ist: Zögern Sie nicht, rechtliche Hilfe zu suchen. Dokumentieren Sie alle Beweise und wenden Sie sich an eine Beratungsstelle wie „HateAid“ oder die Polizei. Die FTC-Mahnung ist ein starkes Signal. Sie zeigt, dass die Regulierungsbehörden die Gefahren von KI-generierten Inhalten ernst nehmen. In Deutschland wird das Thema auch auf politischer Ebene diskutiert – mit dem Ziel, strengere Gesetze zu schaffen. Bleiben Sie wachsam und schützen Sie Ihre Privatsphäre. Teilen Sie keine intimen Bilder online und aktivieren Sie Sicherheitseinstellungen auf Ihren Geräten. Die Technologie entwickelt sich rasant, aber das Recht muss Schritt halten – das ist die Botschaft dieser Mahnung.