US-Senator greift OnlyFans an: Justiz soll gegen „Obszönität“ vorgehen
Amanda Moore ·
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Ein US-Senator fordert die Justiz auf, gegen OnlyFans vorzugehen. Dabei vermischt er Obszönität mit legalen Inhalten für Erwachsene. Was bedeutet das für die Branche?
Ein US-Senator hat diese Woche einen Brief an den amtierenden US-Justizminister geschrieben. Darin fordert er die Wiederbelebung einer Task Force, die sich mit Obszönität befassen soll. Der Brief zielt auf die Plattform OnlyFans ab. Der Senator wirft der Plattform vor, illegale Inhalte zu verbreiten. Dabei vermischt er jedoch immer wieder den Begriff Obszönität mit legalen Inhalten für Erwachsene. Das ist ein wichtiger Unterschied.
### Was genau ist passiert?
Der republikanische Senator Jim Banks aus Indiana hat sich an Todd Blanche gewandt. Blanche ist der amtierende US-Justizminister. In dem Brief fordert Banks die Justiz auf, eine alte Task Force gegen Obszönität wiederzubeleben. Diese Task Force war vor Jahren aufgelöst worden. Banks argumentiert, dass OnlyFans nicht ausreichend reguliert werde. Er behauptet, die Plattform verbreite obszöne Inhalte. Viele Beobachter kritisieren jedoch, dass der Senator den Begriff Obszönität viel zu weit fasst. Was er als obszön bezeichnet, ist in vielen Fällen völlig legal.
### Der Unterschied zwischen Obszönität und legalen Inhalten
Es ist wichtig zu verstehen: Obszönität ist in den USA rechtlich streng definiert. Nicht alles, was jemand als anstößig empfindet, ist auch obszön. Legal erstellte und verbreitete Inhalte für Erwachsene sind durch die Meinungsfreiheit geschützt. OnlyFans ist eine Plattform, auf der Erwachsene selbstbestimmt Inhalte teilen können. Viele Nutzer verdienen dort ihren Lebensunterhalt. Der Senator vermischt nun zwei verschiedene Dinge:
- Illegale Obszönität (die es zu bekämpfen gilt)
- Legale Erwachseneninhalte (die geschützt sind)
Diese Vermischung ist problematisch. Sie könnte dazu führen, dass legale Anbieter kriminalisiert werden. Das würde der Branche massiv schaden.
### Welche Auswirkungen könnte das haben?
Sollte die Task Force tatsächlich wiederbelebt werden, könnte das weitreichende Folgen haben. Die US-Justiz könnte dann verstärkt gegen Plattformen wie OnlyFans vorgehen. Das wäre ein harter Schlag für die Erwachsenenbranche. Viele Models und Produzenten würden ihre Einkommensquelle verlieren. Die Branche in den USA ist Milliarden schwer. Ein solcher Schritt würde auch die Meinungsfreiheit einschränken. Experten warnen vor einem Dammbruch. Wenn die Justiz willkürlich definieren kann, was obszön ist, sind viele legale Inhalte bedroht.
### Wie reagiert die Branche?
Bisher haben sich nur wenige große Verbände geäußert. Aber einzelne Anwälte und Aktivisten kritisieren den Vorstoß scharf. Sie argumentieren, dass der Senator populistische Politik betreibe. Er wolle sich mit einem harten Kurs gegen die Erwachsenenbranche profilieren. Die Realität ist komplexer. Es gibt tatsächlich Probleme auf Plattformen wie OnlyFans. Dazu gehören fehlende Altersverifikation und die Verbreitung von illegalem Material. Aber diese Probleme lassen sich mit gezielten Maßnahmen lösen – nicht mit einer pauschalen Task Force. Die Branche braucht klare Regeln, keine willkürliche Verfolgung.
### Wie geht es weiter?
Es bleibt abzuwarten, wie der amtierende Justizminister reagiert. Er könnte den Brief ignorieren oder die Task Force tatsächlich wiederbeleben. Viele Experten halten Letzteres für unwahrscheinlich. Die Task Force war aus gutem Grund aufgelöst worden. Sie hatte sich als ineffektiv erwiesen. Zudem genießt die Meinungsfreiheit in den USA einen hohen Stellenwert. Dennoch zeigt der Vorstoß, wie stark der politische Druck auf die Erwachsenenbranche ist. Unternehmen und Kreative sollten sich darauf einstellen, dass die Debatte weitergehen wird. Sie müssen ihre Position klar vertreten und auf sachliche Regulierung setzen.